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Seit 1997 führten den Autor und 2. Vorsitzenden von Freunde der Naturvölker e.V. Reisen zu Indigenen Nord- und Südamerikas, Nordafrikas, den Kleinen Antillen sowie den Philippinen. Im Ergebnis entstanden Ausstellungen, Vorträge, Veröffentlichungen in Zeitschriften und Bücher, darunter
„Indianer in den USA zwischen dem Ende der Indianerkriege und heute“ |
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Bücher über die Indianer der USA gibt es viele. In ihnen wird über das Leben der Stämme berichtet, wie es zum Zeitpunkt der Ankunft der Europäer bestand bzw. über die Freiheitskämpfe gegen die US-Armee. Umfassende Publikationen über die Zeit „danach“ sind jedoch äußerst rar.
Das Buch von Bernd Wegener, schlägt deshalb diese andere geschichtliche Seite auf. Es beginnt mit dem Untergang der „Plains-Kultur“ im ausgehenden 19. Jahrhundert und möchte den interessierten Leser darüber informieren, was diesen Menschen von jenem Zeitpunkt bis heute widerfuhr.
Die dunklen Vorhersagen vor etwa 100 Jahren, welche die Indianer als „tot geweihte Rasse“ sahen, haben sich nicht erfüllt. Die Ureinwohner der USA, die sich „Nativ Americans“ („Eingeborene Amerikas“) bzw. „First Nations“ („Erste Völker“) nennen, haben auch in den letzten 100 Jahren durch ihren Widerstand von sich Reden gemacht. Andererseits gibt es gravierende Probleme. Sozialhilfe bildet oft das finanzielle Rückgrat der Familien. Armut, Alkoholismus und Kriminalität sind allgegenwärtig. Die Kindersterblichkeit liegt deutlich höher als bei der weißen Bevölkerung. Hinzu kommt eine geringere Lebenserwartung. Die Suizid-Rate beträgt das Fünfzehnfache des nationalen Durchschnitts!
In der Buchlesung lässt der Autor die Zuhörer teilhaben an Geschehnisse, die vielen unbekannt sind. Hierzu gehören u. a. die Zwangsumerziehung der ihren Eltern entrissenen Kinder, die Zerschlagung der traditionellen Stammesstrukturen und die Auflösung etlicher Stämme per Gesetz bis hin zum stillen Völkermord durch Sterilisation tausender junger Frauen.
Doch auch heute gibt es keinen Frieden. Bernd Wegener berichtet deshalb auch über die Widerstandsbewegung. Dazu gehört das äußerst medienwirksame Ereignis von Wounded Knee im Jahr 1973. Es war die erste bewaffnete Aktion der Lakota seit 1890. Etliche Brennpunkte im Kampf um Land gegen Staat und Konzerne bestimmen auch heute den indianischen Alttag. Zu diesen gehören gigantische, die Umwelt zerstörende, Bergbauvorhaben. Gerade letzteres ist für die südlich von Schwerin gelegene „Griese Gegend“ von aktuellem Interesse. In diesen Auseinandersetzungen konnten jüngst die Chippewa-Indianer im Bundesstaat Wisconsin einen einzigartigen Erfolg verbuchen.
Im Rahmen der Buchlesung werden auch Dias gezeigt. Es besteht die Möglichkeit das Buch zum Preis von 18,00 € zu kaufen. |